crancanaria



Verliebt in eine Insel

 


 
Die drittgrößte Insel der Kanaren ist Gran Canaria, ca. 200 km von der westafrikanischen Küste entfernt und hat einen Durchmesser von 57 km. 
Man nennt diese Insel auch einen Minikontinent, da hier verschiedene Klimazonen vorhanden sind. Im Norden ist es feucht und kühl mit üppiger Vegetation, riesigen Bananenplantagen und Weinanbaugebieten, im Süden hingegen ist es  heiß und trocken. Bedingt durch die hohen Berge regnet es hier selten. Deshalb wachsen dort nur Kakteen und andere Wüstenpflanzen.

Hier möchte ich einige Sehenswürdigkeiten beschreiben aber seit Gewiss das es höchstens 10 % von dem sind was die Insel noch zu bieten hat ...


Im Nordosten  liegt die Hauptstadt LAS PALMAS mit ca. 625.000 Einwohnern.Von Las Palmas war ich eher gesagt etwas entäuscht, Großstadt eben, viel Lärm , Schmutz und Verkehr.
Das für mich Sehenswerte war die Kathedrale, das Columbus Museum sowie die mittelalterliche Festung "Castello de la Luz" die Nähe Hafen liegt.

 Die Kathedrale Santa Ana

 Castello de la Luz


Im Nordwesten, nahe der Stadt AGAETE, liegt nicht nur der Dedo de Dios"Finger Gottes" sondern auch der Fischerhafen Las Nieves, von dem die höchste Steilküste der Insel mit fast 1000 m hohen Felsabstürzen zu bewundern ist.  Von dort aus kann man mit der Fähre nach Tenneriffa fahren.


 L
as Nieves von der hoch gelegenen Küstenstraße aus gesehen...

...ist wirklich ganz schön hoch....

 ...und hier findet man auch den "Finger Gottes"

NACHTRAG: 12.08.2007

In unserem letzten Urlaub mußten wir leider erfahren dass der "Finger Gottes" im November 2005 durch den

Tropensturm "Delta" zerstört wurde, ca. 25 Meter des Felsens sind in den Atlantik gestürzt.

Zitat aus der Lokalpresse :

 

 

...doch an einer Ecke Gran Canarias ist ein Wahrzeichen verloren gegangen. Eine in den Himmel ragende Felsformation, Finger Gottes genannt, ist abgebrochen. Jahrhunderte trotzte er Wind und Wetter, der Finger Gottes, el Dedo de Dios. Übrig geblieben ist ein schwarzer Felshügel und ein paar Gesteinsbrocken im Atlantik.

Den Vulkanfelsen am Ausgang der Bucht des Fischerortes Puerto de las Nieves konnte man bis vor kurzem von dort noch bewundern. Entstanden vor 300 000 Jahren bei den letzten Vulkanausbrüchen der Insel war der Finger Gottes in den vergangenen Jahrzehnten die Hauptattraktion der Region Agaete. Dort, im Nordwesten Gran Canarias, sind die Strände nicht ganz so einladend und das Wetter ist nicht ganz so stabil wie im Süden der Kanaren-Insel. Deshalb fehlt der Touristenmagnet auch gerade dieser Region.

 

Für die Menschen auf der Insel war er mehr als nur ein Ausflugsziel, tatsächlich weinten viele Bewohner der Insel bei der Zerstörung des Dedo de Dios. Aber auch die Lokalpresse zweifelt daran, dass der Finger "geklebt" werden könnte, schließlich ist der Hauptteil des Monuments beim Sturz ins Meer in tausend Teile zerfallen.

Eventuell soll nun anstelle des Wahrzeichens ein Museum gebaut werden oder ein Touristen-Informationszentrum. Klar ist bislang nur: Das Zeugnis der Gesteinsveränderungen der zurückliegenden Jahrtausende wird nicht einfach achtlos in Trümmern im Atlantik liegen bleiben. Sollte es rekonstruiert werden, würden sich die Menschen auf Gran Canaria sicherlich freuen, halten doch nicht wenige den Zerfall des Finger Gottes für ein schlechtes Omen."

Östlich von TAFIRA ALTA erhebt sich der PICOS DE BANDAMA aus den Hügeln von Monte Coello, auf denen der Inselwein, Vino del Monte angebaut wird.
Der steile Vulkankegel von BANDAMA gehört zu den besonderen Sehenswürdigkeiten, durch den an seiner Südseite liegenden größten Rundkrater der Insel, der Caldera de Bandama, einem Einbruchkrater von 1000 m Höhe und 200 m Tiefe.

 Der Vulkankrater

 


Die wohl schönsten Ortschaften im Norden der Insel heißen MOYA, FIRGAS, VALLESECO und TEROR, dem Wallfahrtsort und Sitz der Schutzpatronin VIRGEN DEL PINO.


Die Inselmitte wird geprägt von dem fast 2000 m hohen Zentralmassiv. Über dem tief eingeschnittenen Schluchtenlabyrinth von TEJEDA, ragt das Wahrzeichen der Insel, der 67 m hohe ROQUE NUBLO
Der höchste Punkt der Insel ist der befahrbare Gipfel PORO DE LAS NIEVES .

 Roque Nueblo


Westlich von CRUZ DE TEJEDA liegt das Dorf ARTENARA mit einem berühmten Höhlenrestaurant. Da hinter beginnt eine Landschaft mit Tafelbergen, Hochplateaus, bewaldeten Bergrücken, Stauseen und wild zerklüfteten Schluchten,die besonders beindruckend am frühen Abend wirken. Wenn die Sonne schon etwas tiefer steht leuchten die Felsen rot und man kommt sich vor wie im Gran Cannyon...

 einer der vielen hoch gelegenen Stauseen..


PUERTO DE MOGAN wird auch "Klein-Venedig" genannt und ein Besuch ist sehr empfehlenswert.Ein kleines verträumtes Fischerdörfchen mit kristallklarem Wasser und Millionen von großen und kleinen Fischen im Hafenbecken.Man kann dort diverse Unterhaltungsangebote wahrnehmen z.B. Tauchen , Schiffsausflüge, U-Bootfahrten oder Wale-Watching-Touren.

  Puerto Mogan

 Wale mal live....

 ...oder lieber eine Fahrt mit dem U-Boot


In MASPALOMAS findet man die großen Sanddünen die man so von Kanarischen Postkarten kennt :-)

 Der Leuchtturm von Faro am Strand von Maspalomas

 Blick auf Maspalomas

Fataga

Für mich persönlich der schönste Fleck der Insel,im "Tal der tausend Palmen "starten viele Jeep-Safaris sowie geführte Wandertouren .In dieser grünen Oase gibt es Kamel- und Straußenfarmen

 Hier kann man die Gegend auch mit dem Kamel erkunden

PLAYA DEL INGLES ist wohl wegen seinem Unterhaltungsangebot bestens bekannt.Auf der langen Promenade findet man zahlreiche Straßenkünstler,Shops, Pub's und Restaurants.
Besonders empfehlen möchte ich hier den Bucanero Pub mit täglicher Live-Musik und einer Feuer-Show

 Pub Bucanero auf der Promenade

 Hier singt der Wirt noch selber und Mr.Gootsman präsentiert jeden Abend seine Feuer-Show...

 ...das ist Peter, ein Straßenkünstler, er kann die ganze Promenade unterhalten und macht Bauchweh vor lachen....



Sehenswert sind auch verschiedene Parks:

PALMITOS-PARK, ein besonders schön angelegter Park mit vielen Tieren, einem Schmetterlingshaus,Aquarium und botanischen Schönheiten. Nicht verpassen sollte man die dort stattfindenden Show's

   

   

 

 

CROCODILO PARK für Liebhaber bissiger Reptilien und Echsen .

 

AQUALAND, ein Muss für Wasserfan's , supergeniale Rutschbahnen warten da auf euch

 Der Tornado...eine Rutsche nur für Wahnsinnige ....


Im BARRANCO DE GUAYADEQUE  findet man eine Siedlung, bestehend aus Höhlenwohnungen; eine in den Fels gehauene Kirche und eine kleine Bodega, in der man u.a. einen herrlichen rohen spanischen Schinken angeboten bekommt.

Für Westernfreunde ist im Seitental von SAN AGUSTIN eine Kulissenstadt, "SIOUX-CITY" aufgebaut. Es ist eine typische Westernstadt aus den USA um 1850 und diente als Filmkulisse für verschiedene Western.

 Die Indianer-Show in Sioux City

 

 

Waldbrände auf Gran Canaria 2007:

In unserem diesjährigen Urlaub haben wir diese schreckliche Katastrophe hautnah miterleben müssen,
so viel Zerstörung,so viel Leid.

Wunderschöne Orte, wie Mogan und Fataga haben sehr gelitten, so vieles ist verbrannt,Menschen haben ihre Häuser verloren,riesige Waldflächen und Palmenhaine sind verschwunden, viele Tiere sind gestorben.

Den Palmitos Park hat es auch schlimm erwischt aber laut örtlicher Presse sollen 90% der Tiere überlebt haben.Kann man fast nicht glauben wenn man die Bilder sieht...

Es wird wohl noch lange dauern bis diese wunderschöne Natur sich wieder erholt.

Wir fühlen mit den Menschen die vor dem Nichts stehen und hoffen das es schnelle Hilfe seitens der Regierung gibt.

Ebenfalls hoffen wir das der Tourismus nun nicht ausbleibt denn viele Inselbewohner leben davon !

Für uns wird es auch weiterhin die "Trauminsel" bleiben auch wenn wir bis zum nächsten Urlaub bestimmt mit gemischten Gefühlen daran denken.

 

 Mogan

 Fataga

  Teile des Palmitos Park

 

 

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...aber dieses Foto hat mich am meisten berührt - denn es lässt neue Hoffnung keimen ...

 

2008

Nach den Bränden vom letzten Jahr sind wir schon mit einem komischen Gefühl im Bauch geflogen, durften aber schnell feststellen das sich die Natur schon wieder richtig gut erholt hat.

In unserem Lieblingsort FATAGA mit dem angrenzenden " Tal der tausend Palmen " hatte das Feuer ja auch ziemich gewütet, aber zum Glück ist fast nicht mehr davon zu sehen.

Wenn man es nicht weis wundert man sich schon warum die Palmen alle schwarze Stämme haben aber den Kronen sieht man es zum Glück nicht mehr an.

Ist schon der Wahnsinn wozu MUTTER NATUR im Stande ist :-)

  Fataga 2008

 nur noch die verkohlten Stämme erinnern einen an den Brand

   wieder alles grün :-)

 

Auch die Finanzspritze der Regierung scheint der Insel sehr gut getan zu haben, ehemals karge Gehwege haben sich in grüne Oasen verwandelt.

Zahlreiche üppige Grünanlagen mit automatischer Beregnung wo früher nur Schotter war sind seit dem letzten Jahr enstanden und verleihen dem Ganzen ein ganz neues Licht.

Die Bauarbeiten im Palmitos Park scheinen nun auch im vollen Gang zu sein, die Neueröffnung ist aber von August auf den Oktober verschoben worden, so das wir uns wohl noch ein Jahr gespannt gedulden müssen.
 

In Playa del Ingles haben wir dieses tolle Kichenfenster fotografiert, abends wenn die Sonne fast untergeht funkelt es in der Kirche besonders schön bunt.

      

 

 

 Auch den Straßenkünstler Peter haben wir in diesem Jahr wieder getroffen,

und zu unserer größten Freude hat er uns gleich wiedererkannt und Sarah ganz ganz herzlich begrüßt :-)

 

   

                                                              

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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